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Gemeinsame Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendförderung im Kanton Zürich

Auftrag und Ziel

Das seit 2013 geltende nationale Kinder- und Jugendförderungsgesetz (KJFG) sieht den Bund als wichtigen, unterstützenden Partner der Gemeinden und Kantone bei der neu im Gesetz geregelten Zusammenarbeit und Kompetenzentwicklung in der Kinder- und Jugendpolitik.

Im Kanton Zürich fehlt es jedoch an datengestützen Einschätzungen über Bedarfslagen und Bedürfnisse der Zielgruppen. Deshalb führt die okaj zürich im Rahmen des KJFG ein Programm zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendförderung durch. Dieses wird durch den Bund unterstützt und im Auftrag des Kantons (Amt für Jugend und Berufsberatung) von 2018 bis 2020 umgesetzt. Der Fokus liegt auf den Strukturen der Kinder- und Jugendförderung, der Stärkung der Freiwilligenarbeit, der Stärkung der Partizipation von Kindern und Jugendlichen sowie der Klärung und Definierung der Schnittstellen Schutz, Förderung und Partizipation.

Das Hauptziel des Programms ist die Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendförderung (welche gemäss geltendem Gesetz die Alterspanne vom Kindergarten bis zum 25. Lebensjahr beinhaltet) in den Gemeinden des Kantons Zürich. Die Angebote sollen leicht erreichbar und unbürokratisch zugänglich sowie dort verfügbar sein, wo sie gebraucht werden. Ein zentraler Aspekt bei der Zielerreichung ist die Zusammenarbeit mit allen Akteur*innen der Kinder- und Jugendförderung in den Gemeinden des Kantons Zürich, deren Wissen in verschiedenen Teilprojekten des Programms abgeholt wird. Diese wichtigen Informationen dienen als Grundlagen für die Handlungsempfehlungen, welche an die kantonale Ebene der Kinder- und Jugendförderung gerichtet werden.

«Neben der Qualitätssicherung ist auch die aktive Planung und Steuerung des Kinder- und Jugendhilfeangebots von zentraler Bedeutung für ein zeitgemässes Kinder- und Jugendhilfesystem. Hierzu gehört zum einen die Schaffung und Aktualisierung eines Überblicks über die bestehenden lokalen bzw. regionalen Kinder- und Jugendangebote und Schnittstellen zwischen den verschiedenen Anbietern. Zum andern ist unter Berücksichtigung der Bedürfnisse und Interessen der Kinder, Jugendlichen und Familien der lokale bzw. regionale Bedarf zu eruieren. Auf dieser Basis sind entsprechende Angebote zu planen, umzusetzen und unter Berücksichtigung von Qualitätsstandards zu evaluieren und weiterzuentwickeln.»
Bundesrat, 2012

Programm

Mit einer Bestandesaufnahme und Bedarfserhebung werden Informationen über Angebots- und Nutzungsstrukturen sowie Bedarfslagen gesammelt. Dazu sind wir auf das Fachwissen und die Expertise von Fachpersonen aus der gesamten Kinder- und Jugendförderung angewiesen. Dazu gehören die Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA), die Kinder- und Jugendverbandsarbeit (KJVA), die kirchliche Kinder- und Jugendarbeit (KKJA), Freizeitvereine, regionale und/oder kantonalen Fachorganisationen und Fachstellen im Bereich der Kinder- und Jugendförderung, Angebote zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen sowie Kinder- und Jugendförderstrukturen auf Gemeindeebene

Zusammen mit aktiven Personen im Bereich Freiwilligenarbeit analysieren wir die Angebote der Kinder- und Jugendförderung, die durch Freiwillige erbracht werden. Dies betrifft nicht nur Angebote der verbandlichen und kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit, sondern auch das weite Spektrum an Angeboten im sportlichen, musischen und kulturellen Bereich, welches vielfach von lokal verankerten Vereinen getragen wird. Daraus leiten wir Empfehlungen ab und zeigen auf, welche Programme und Massnahmen auf kantonaler Ebene erforderlich und geeignet sind, damit auch in Zukunft Freiwilligenarbeit geleistet wird.

Projektpartner

Im Rahmen eines Modellvorhabens analysieren wir mit fünf Pilotgemeinden die Strukturen und Praxen der Kinder- und Jugendpartizipation auf Gemeindeebene. Unter fachlicher Begleitung und Beratung werden mögliche Strukturen für eine gelingende Kinder- und Jugendpartizipation auf Gemeindeebene diskutiert und definiert sowie Projektideen von Jugendlichen entwickelt, geplant und umgesetzt. Die Erkenntnisse daraus dienen den Gemeinden als Handlungsempfehlungen, wie die Kinder- und Jugendpartizipation künftig umgesetzt und verankert werden kann. Anhand dieser Ergebnisse wird ein Modell erarbeitet, welches allen interessierten Gemeinden zur Verfügung gestellt wird.

Die Zusammenarbeit aller Angebote ausserhalb der Schule mit den wichtigen Stellen innerhalb der Verwaltung soll im Sinne einer nachhaltigen und gemeinsamen Kinder- und Jugendpolitik gewährleistet werden. Der Kanton Zürich analysiert die möglichen Schnitt- bzw. Verbindungsstellen zur Institutionalisierung der Zusammenarbeit.

Resultate

Die Resultate und Empfehlungen werden wir in einem Bericht zusammenfassen. Dieser dient als Grundlage für die künftige Strategieentwicklung sowohl der okaj zürich als auch des Kantons Zürich für die Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendpolitik. Die entwickelten Werkzeuge werden allen Kantonen kostenlos zur Verfügung gestellt.

Meilensteine

  • 15. August bis 30. September 2018: Online-Befragung der Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit im Kanton Zürich
  • 18. September bis 31. Oktober 2018: Online-Befragung der Verantwortlichen für Kinder- und Jugendförderung auf Gemeindeebene
  • März bis Juni 2019: Befragung der Akteur*innen der Freiwilligenarbeit im Bereich Kinder- und Jugendförderung
  • Januar bis August 2019: Auswertung der Befragungen
  • September bis Dezember 2019: Analyse/Bewertung der Ergebnisse, Entwicklung von Weiterentwicklungshypothesen und Erarbeitung von Handlungsempfehlungen
  • Ende 2020: Projektabschluss, Veröffentlichung der Bestandesaufnahme und der Handlungsempfehlungen

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