Startseite > Projekte > Gemeinsame Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendförderung im Kanton Zürich

Gemeinsame Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendförderung im Kanton Zürich

Auftrag und Ziel

Das seit 2013 geltende nationale Kinder- und Jugendförderungsgesetz (KJFG) sieht den Bund als wichtigen, unterstützenden Partner der Gemeinden und Kantone bei der neu im Gesetz geregelten Zusammenarbeit und Kompetenzentwicklung in der Kinder- und Jugendpolitik.

Im Kanton Zürich fehlt es an einer umfassenden Bestandesaufnahme der Kinder- und Jugendförderung wie auch an datengestützten Einschätzungen über Bedarfslagen und Bedürfnisse der Zielgruppen. Deshalb führt die okaj zürich im Rahmen des KJFG ein Programm zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendförderung durch. Dieses wird durch den Bund unterstützt und im Auftrag des Kantons (Amt für Jugend und Berufsberatung) von 2018 bis 2021 umgesetzt. Der Fokus liegt auf den Strukturen der Kinder- und Jugendförderung, der Stärkung der Freiwilligenarbeit sowie der Stärkung der Partizipation von Kindern und Jugendlichen.

Das Hauptziel des Programms ist die Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendförderung (welche gemäss geltendem Gesetz die Alterspanne vom Kindergarten bis zum 25. Lebensjahr beinhaltet) in den Gemeinden des Kantons Zürich. Die Angebote sollen leicht erreichbar und unbürokratisch zugänglich sowie dort verfügbar sein, wo sie gebraucht werden. Ein zentraler Aspekt bei der Zielerreichung ist die Zusammenarbeit mit allen Akteur*innen der Kinder- und Jugendförderung in den Gemeinden des Kantons, deren Wissen in verschiedenen Teilprojekten des Programms abgeholt wird. Zum Schluss des Programms sollen Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung der kantonalen Kinder- und Jugendförderung ausgearbeitet werden.

Das Programm setzt sich aus verschiedenen Teilprojekten zusammen, welche sich zuweilen zeitlich überschneiden. Durch die Entwicklung und gleichzeitige Erprobung eines Leitfadens für das Durchführen einer Situationsanalyse in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftspartner (Hochschule für Soziale Arbeit an der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW) wird ein Instrument geschaffen, um die Strukturen der Kinder- und Jugendförderung zu erheben. Bei der Erhebung und Analyse wird ein besonderer Schwerpunkt auf den Bereich der Freiwilligenarbeit gelegt. Um ein umfassendes Bild zu erhalten, werden zudem Situationsanalysen in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA), der Kinder- und Jugendverbandsarbeit (KJVA) und der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit (KKJA) durchgeführt. Daneben werden die Kinder- und Jugendförderungs- sowie Partizipationsstrukturen auf Gemeindeebene erhoben wie auch Fachpersonen diverser regionaler und/oder kantonaler Fachstellen und Fachorganisationen befragt.

Meilensteine

  • Seit Juli 2017: Auf- und Ausbau eines Leitfadens zur Entwicklung kantonaler Kinder- und Jugendförderungsstrukturen (Monitoring und Strategieentwicklung)
  • Anfangs 2018: Befragung der Kinder- und Jugendverbände
  • Sommer bis Herbst 2018: Online-Befragung der Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit im Kanton Zürich
  • Herbst 2018: Online-Befragung der Verantwortlichen für Kinder- und Jugendförderung auf Gemeindeebene
  • Frühling 2019: Befragung der Akteur*innen der Freiwilligenarbeit im Bereich Kinder- und Jugendförderung
  • Anschliessend bis August 2021: Auswertung der Befragungen und Erstellung sämtlicher Studien (durch die FHNW wie auch durch die okaj zürich)
  • März bis Juni 2021: 1. Konferenz der Kinder- und Jugendförderung im Kanton Zürich in drei Teilen
  • Bis Herbst 2021: Erstellen des Gesamtberichts (umfasst sämtliche Studien) und darauf basierend Erarbeitung von Handlungsempfehlungen

Links

Veranstaltungen

1. Informationsveranstaltung (19. Juni 2018)

  • Präsentation: Vollständiger Foliensatz | PDF

2. Informationsveranstaltung (5. September 2018)

  • Präsentation: Vollständiger Foliensatz | PDF

3. Informationsveranstaltung (19. März 2019)

  • Schwerpunkt Freiwilligenarbeit
  • Präsentation: Vollständiger Foliensatz | PDF

4. Informationsveranstaltung (15. November 2019)

  • Schwerpunkt Partizipation
  • Präsentation: Vollständiger Foliensatz | PDF

Teil 1 (9. März 2021, Online-Präsentation der Ergebnisse)

  • Stream (geschnitten): Länge 1:42h | Youtube-Link
  • Präsentation: Vollständiger Foliensatz | PDF
  • Input-Referat, Prof. Dr. Stefan Schnurr: Input-Referat "Kinder- und Jugendförderung als Beitrag zur Demokratiebildung" mit Literaturhinweisen | PDF
  • Fragen & Antworten aus Stream: Offene Fragen mit Antworten | PDF

Teil 2 (23. März 2021, Online-Workshops)

  • Online-Workshops in acht Gruppen

Teil 3 (24. Juni 2021, Online-Abschlusspräsentation)

  • Stream (ungeschnitten): Länge 1:41h | Youtube-Link
  • Präsentation: Vollständiger Foliensatz | PDF

(Zuletzt aktualisiert: 13. Juli 2021, 13:15 Uhr)

Programm und Teilprojekte

Der im Sommer/Herbst 2021 vorliegende Leitfaden zur Entwicklung kantonaler Kinder- und Jugendförderungsstrukturen (Monitoring und Strategieentwicklung) wurde vom Institut Kinder- und Jugendhilfe der Hochschule für Soziale Arbeit Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW, der okaj zürich und einer kantonsübergreifend besetzten Feedbackgruppe kantonaler Kinder- und Jugendbeauftragter entwickelt. Im Kanton Zürich wurde er von der okaj zürich in den Jahren 2017 bis 2021 im Rahmen des Teilprojekts "Strukturen der Kinder- und Jugendförderung" erprobt. Künftig unterstützt der Leitfaden die Kantone in der Schweiz bei der Entwicklung, Planung und Durchführung eines Monitorings und einer darauf aufbauenden Strategieentwicklung. Er richtet sich an Fachpersonen wie z. B. kantonale Kinder- und Jugendbeauftragte.

Der Leitfaden führt durch drei zentrale Projektphasen: die Projektvorbereitung, das Monitoring und die Strategieentwicklung. In der Phase der Projektvorbereitung müssen Kompetenzen und Ressourcen abgeklärt sowie der Projektauftrag erarbeitet und eingeholt werden. Des Weiteren sind die Projektorganisation und die konkrete Projektplanung vorzunehmen, der Einbezug von Akteur*innen und Akteursgruppen zu klären und der Themenbereich für das Monitoring festzulegen. Die zweite Projektphase Monitoring beschreibt, welche Informationen für das Monitoring und den daraus entstehenden kantonalen Kinder- und Jugendförderungsbericht von Bedeutung sind, welche Akteursgruppen mit welchen möglichen Methoden zu befragen sind und wie die Ergebnisse ausgewertet werden können. Die dritte Projektphase Strategieentwicklung führt durch den Prozess der Strategieentwicklung, indem aufzeigt wird, wie sich Handlungsbedarfe ableiten und sich auf deren Grundlage Ziele und entsprechende Massnahmen definieren lassen.

Pro Projektphase werden einerseits Aufgaben und Arbeitsschritte beschrieben, Hinweise zu den Voraussetzungen sowie Vorschläge zu den zu beteiligenden Akteursgruppen und zu Dokumentationsformen gegeben. Andererseits werden Vorlagen und Hilfsmittel (z. B. Fragebogen, Anschreiben, Berichts- und Arbeitsvorlagen) vorgestellt, die je nach Bedarf angepasst werden können.

Der Leitfaden steht im dritten Quartal 2021 allen Interessierten aus Verwaltung und Politik sowie allen Anwender*innen kostenfrei zur Verfügung. Dies ist mit der Absicht verbunden, die Kinder- und Jugendförderung sowie damit die Aufwachsbedingungen für Kinder und Jugendliche in den Kantonen und den Gemeinden/Regionen der Schweiz positiv weiterzuentwickeln.

Mit verschiedenen Bestandesaufnahmen und Bedarfserhebungen werden Informationen über Angebots- und Nutzungsstrukturen sowie Bedarfslagen im Kanton Zürich gesammelt. Hierfür wird das Fachwissen und die Expertise von Fachpersonen aus der gesamten Kinder- und Jugendförderung mitberücksichtigt. Dazu gehören die Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA), die Kinder- und Jugendverbandsarbeit (KJVA), die kirchliche Kinder- und Jugendarbeit (KKJA), Freizeitvereine, regionale und/oder kantonalen Fachorganisationen und Fachstellen im Bereich der Kinder- und Jugendförderung, Angebote zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen sowie Kinder- und Jugendförderstrukturen auf Gemeindeebene.

Zusammen mit aktiven Personen im Bereich Freiwilligenarbeit werden die Angebote der Kinder- und Jugendförderung, welche Freiwillige erbringen, analysiert. Dies betrifft nicht nur Angebote der verbandlichen und kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit, sondern auch das weite Spektrum im sportlichen, musischen und kulturellen Bereich, welches vielfach von lokal verankerten Vereinen getragen wird. Abschliessend werden Empfehlungen abgeleitet und es wird aufgezeigt, welche Programme und Massnahmen auf kantonaler Ebene erforderlich und geeignet sind, damit auch in Zukunft Freiwilligenarbeit bestmöglich geleistet werden kann.

Projektpartner

Im Rahmen eines Modellvorhabens werden mit fünf Pilotgemeinden die Strukturen und Praxen der Kinder- und Jugendpartizipation auf Gemeindeebene analysiert. Unter fachlicher Begleitung und Beratung werden mögliche Strukturen für eine gelingende Kinder- und Jugendpartizipation auf Gemeindeebene diskutiert und definiert sowie Projektideen von Jugendlichen entwickelt, geplant und umgesetzt. Die Erkenntnisse daraus dienen den Gemeinden als Handlungsempfehlungen, wie die Kinder- und Jugendpartizipation künftig umzusetzen und zu verankern ist. Anhand dieser Ergebnisse wird ein Modell erarbeitet, welches interessierten Gemeinden eine Orientierung und Unterstützung bei der begleiteten Überprüfung ihrer Partizipationsstrukturen bieten kann.

Leitfaden zum Pilotprojekt
Im Rahmen der Entwicklung des Modells hat die okaj zürich einen den Prozessaufbau unterstützenden Leitfaden erstellt.

Folgeprojekt PartiZHipation
Im Anschluss an das Teilprojekt Partizipation ist das Projekt PartiZHipation entstanden. Mit dem Projekt PartiZHipation zur Kinder- und Jugendpartizipation in den Gemeinden des Kantons Zürich will die kantonale Kinder- und Jugendförderung okaj zürich erreichen, dass die Partizipation von Kindern und Jugendlichen auf Gemeindeebene thematisiert und die dazugehörigen Strukturen überprüft und bewertet werden.

Gemeinden, welche interessiert sind, einen Prozess zur Überprüfung und Entwicklung von Partizipationsstrukturen zu starten, oder denen ein solcher Prozess bevorsteht, können sich gerne bei der okaj zürich melden.

Aus den Bestandesaufnahmen und Bedarfserhebungen in den Bereichen Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA), Kinder- und Jugendverbandsarbeit (KJVA), kirchliche Kinder- und Jugendarbeit (KKJA) und Freiwilligenarbeit sowie der Befragung der Gemeinden und Fachpersonen entsteht eine Reihe verschiedener umfassender Datenberichte. Diese werden in einem Gesamtbericht zusammengefasst. Darauf basierend werden Empfehlungen abgeleitet, welche als Grundlage für die künftige Strategieentwicklung sowohl der okaj zürich als auch des Kantons Zürich für die Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendpolitik dienen sollen.

Berichte

Angebote der Kinder- und Jugendförderung werden in erheblichem Umfang durch Freiwillige erbracht. Dies betrifft nicht nur Angebote der (verbandlichen) Kinder- und Jugendarbeit, sondern auch das weite Spektrum im sportlichen, musischen und kulturellen Bereich, welches vielfach von lokal verankerten Vereinen getragen wird. Das Teilprojekt 3 des Projekts «Optimierung der Kinder- und Jugendpolitik im Kanton Zürich» verfolgte das strategische Ziel «Stärkung der Freiwilligenarbeit». Das Teilprojekt analysierte die Freiwilligenarbeit in den Gemeinden und in der Kinder- und Jugendarbeit und leitete daraus Empfehlungen ab, die aufzeigten, welche Programme und Massnahmen geeignet und ggf. erforderlich sind, um zu gewährleisten, dass Freiwilligenarbeit auch in Zukunft geleistet wird.

Partner

Projektpartner

Wissenschaftspartner

Auftrag

Finanzielle Unterstützung