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Fachtagung

Impulsveranstaltung: PartiZHipation – Gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen die Zukunft gestalten

Halbtägige Impulsveranstaltung der okaj zürich mit anschliessendem Networking-Apéro

  • Datum
    18. November 2021
  • Zeit
    14:00-18:00 Uhr mit anschliessendem Networking-Apéro
    Türöffnung: 13:30 Uhr
  • Ort

    Paulus Akademie
    Pfingstweidstrasse 28
    8005 Zürich

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Inhalt

Kinder- und Jugendpartizipation ist in aller Munde und geniesst erfreulicherweise auf unterschiedlichen Ebenen eine grosse Aufmerksamkeit! Kinder und Jugendliche haben einerseits das Recht, bei Themen, die sie betreffen, mitzureden und andererseits bietet die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen vielfältige Chancen für die Gemeinden. Stimmen der jüngeren Generationen abzuholen fördert das gesellschaftliche Zusammenleben, steigert die Identifikation mit dem unmittelbaren Lebensraum in der Gemeinde und fördert die individuelle und gesunde Entwicklung junger Menschen. Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in Gemeinden ist heute wichtiger denn je!

Doch weshalb ist sie das? Wie können Partizipationsstrukturen und -gefässe erarbeitet und nachhaltig verankert werden? Gibt es Grenzen? Wo liegt das Potenzial für Gemeinden im Kanton Zürich? Mit dieser Impulsveranstaltung werden diese und weitere Fragen diskutiert.

Zielpublikum sind: Entscheidungsträger*innen in Gemeinden, Fachpersonen der Kinder- und Jugendförderung/Kinder- und Jugendarbeit und weitere Interessierte.

Die Impulsveranstaltung bietet Ihnen die Möglichkeit, sich fundiert und kompakt mit dem Thema Partizipation auseinanderzusetzen. An dieser halbtägigen Veranstaltung erwarten Sie Fachinputs, verschiedene Panels mit erfahrenen Akteur*innen und eine Podiumsdiskussion mit spannenden Gästen.

Programm

14:00 Uhr – Begrüssung und Einführung

Livia Lustenberger, Geschäftsführerin okaj zürich

14:15 Uhr – Grusswort: Die Demokratie braucht junge Stimmen

Regierungsrätin Jacqueline Fehr

14:35 Uhr – Input 1: Potenzial von Kinder- und Jugendpartizipation für die Gemeinde

Martin Biebricher ist Co-Leiter des Bachelorstudiengangs Soziale Arbeit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW. Ausserdem lehrt, forscht und berät er zu Fragen von Theorien und Methoden der Sozialen Arbeit, insbesondere im Kontext der Kinder- und Jugendförderung.

Martin Biebricher beleuchtet in seinem Referat zentrale empirische und theoretische Erkenntnisse und Entwicklungen in Bezug auf Kinder- und Jugendpartizipation. Was sind relevante Grundlagen? Welche Potenziale sind mit einer nachhaltigen Beteiligung von Kindern und Jugendlichen verbunden? Welche Chancen bieten sich für Gemeinden, wenn sie Partizipationsangebote machen und diese strukturell absichern? Welche Herausforderungen gilt es zu bewältigen? Die dabei aus wissenschaftlicher Perspektive angestellten Überlegungen helfen, den Blick auf das Thema Kinder- und Jugendpartizipation im eigenen Umfeld zu richten und geben zugleich gute Argumente für eine intensive Beteiligungskultur auf Gemeindeebene.

15:10 Uhr – Input 2: Kinder- und Jugendpartizipation als Haltung und Grundlage für zukunftsgerichtete Entscheidungen

Mirjam Rotzler ist Geschäftsführerin des Kinderbüros Basel und Mitglied der Eidgenössische Kommission für Kinder und Jugendfragen EKKJ. Sie beschäftigt sich auf unterschiedlichen Ebenen mit dem Thema Kinder- und Jugendpartizipation und den Kinderrechten in der Schweiz.

Die Schweiz ratifizierte Anfang 1997 das UNO-Übereinkommen über die Rechte des Kindes. Darin enthalten ist der Art. 12 auf Partizipation. Die Kinder- und Jugendpartizipation ist ein Kinderrecht und damit verbunden eine Haltung, welche es bei Entscheidungs- und Planungsprozessen zu berücksichtigen gilt. Doch welche Faktoren fördern eine gelingende Partizipation? Welchen Beitrag tragen Partizipationsstrukturen zum Wohle einer Gemeinde und der Demokratie bei? Mirjam Rotzler teilt in ihrem Referat praxisnahe Erfahrungen und zeigt auf, welche Rahmenbedingungen für die Teilhabe und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in Gemeinden vorhanden sein müssen.

16:00 Uhr – Pause

16:30 Uhr – Panels

#1 Legislaturschwerpunkt "Teilhabe" des Kantons Zürich mit Céline Colombo, Projektleiterin Legislaturschwerpunkt

Die Demokratie ist darauf angewiesen, dass sich möglichst viele Personen und Gruppen an der Gestaltung der Gesellschaft beteiligen. Wie aber können möglichst alle Menschen an der Gestaltung unseres Lebens und unserer Zukunft teilhaben? Antworten auf diese Frage erarbeitet der Kanton Zürich im Rahmen des Programms "Teilhabe" zusammen mit Akteur*innen der Zivilgesellschaft. Eines der Projekte beschäftigt sich dabei mit der Frage, wie der Kanton Zürich die politische Partizipation von jungen Menschen im Kanton fördern kann.

#2 engage.ch und easyvote des DSJ mit Ira Differing, Bereichsleiterin engage.ch, und Robert Rosenow, Teamleiter Kundenberatung easyvote, Dachverband Schweizer Jugendparlamente DSJ

Der Dachverband Schweizer Jugendparlamente DSJ stellt zwei Angebote zur politischen Partizipation von Jugendlichen vor. Der engage-Prozess ist ein ganzheitlicher Prozess, der einer Gemeinde erlaubt, das Thema Jugendpartizipation nachhaltig und zielgerichtet anzugehen und strukturell zu verankern. Easyvote zeigt seinen partizipativen Produktionsprozess vom ersten Wort hin zur definitiven easyvote-Broschüre und den Prozess von einer ersten Idee zu einem fertigen Erklär-Clip auf.

#3 Jugendparlament Kanton Zürich mit Olivier Jacot, Co-Präsident Jugendparlament Kanton Zürich

Das im November 2017 vom Regierungsrat anerkannte "Jugendparlament Kanton Zürich" gilt aktuell als grösstes kantonales Jugendparlament der Schweiz. In diesem Panel erfahren Teilnehmende mehr zur Geschichte, zu den Angeboten, den Projekten und den Forderungen des JuPa. Zudem erfahren sie, was Partizipation für die beiden jungen Co-Präsident*innen bedeutet, welche Erfahrungen sie gemacht haben und welche Tipps das JuPa hat, wenn es darum geht, ein kommunales Jugendparlament zu gründen.

#4 Dachverband Partizipation mit Philipp Schweizer, Präsident Dachverband Partizipation

Die Mission des Dachverbandes besteht darin, schweizweit eine Kultur und Ethik der Partizipation und ihrer Anwendungsweisen zu entwickeln und zu fördern. Der noch junge Dachverband möchte den verschiedenen Akteur*innen ein Dach geben und verschiedene Welten, insbesondere Medien, Politik, Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft, verbinden. Philipp Schweizer stellt den Dachverband, seine Vision und seine Arbeit vor. Er wird auch darauf eingehen, ob es in der Schweiz unterschiedliche partizipative Herangehensweisen gibt, z.B. zwischen Romandie und Deutschschweiz.

#5 Forschungsstudie „Jugendpartizipation in der Gemeinde ermöglichen“ der HSLU und des DSJ mit Nadia Qadire, wissenschaftliche Mitarbeiterin Forschungsprojekte, Dachverband Schweizer Jugendparlamente DSJ, und Dominic Zimmermann, Senior wissenschaftlicher Mitarbeiter, HSLU

In der Studie "Jugendpartizipation in der Gemeinde ermöglichen" haben die Hochschule Luzern – Soziale Arbeit und der Dachverband Schweizer Jugendparlamente DSJ die Bedürfnisse, Haltungen und Arbeitspraktiken von so genannten "Enablern" untersucht (dies sind beispielsweise Vertreter*innen der Gemeindebehörden oder der Offenen Kinder- und Jugendarbeit). Der erfolgreiche Einbezug der jüngeren Generation in das Gemeindeleben hängt massgeblich von diesen "Enablern" ab. Indem die Bedürfnisse, Haltungen und Arbeitspraktiken der "Enabler" freigelegt sowie Handlungsempfehlungen für das Überwinden potenzieller Herausforderungen ausgearbeitet werden, kann die Beteiligung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen am Gemeindeleben nachhaltig verbessert werden.

#6 Projekt PartiZHipation und UNICEF-Initiative "Kinderfreundliche Gemeinde" (KFG) mit Anja Bernet und Mona Meienberg, Projektleiterinnen UNICEF Schweiz und Liechtenstein, sowie Christoph Vecko, Projektleiter okaj zürich

In diesem Panel werden das Projekt PartiZHipation der okaj zürich und die Zusammenarbeit mit der Initiative "Kinderfreundliche Gemeinde" vorgestellt. Ausserdem wird die neue Partizipationsbroschüre, welche sich an Gemeinden richtet, präsentiert. Durch das Projekt PartiZHipation und den damit verbundenen Prozess überprüfen Gemeinden ihre Strukturen in Bezug auf Partizipation und Kinderfreundlichkeit. Sie bewerten diese und entwickeln sie bis zu einer nachhaltigen Verankerung weiter. Im Rahmen dieses Projekts können Gemeinden zudem das Qualitätslabel "Kinderfreundliche Gemeinde" erwerben.

17:20 Uhr – Podiumsdiskussion: Kinder- und Jugendpartizipation in den Gemeinden – Verpflichtung oder lediglich eine Möglichkeit?

  • Mirjam Rotzler, Geschäftsführerin des Kinderbüros Basel
  • Rafael Freuler, Vorstand Jugendarbeit.digital
  • René Zimmermann, Gemeinderat Wangen-Brüttisellen
  • Selina Moriggl, Präsidentin Jugendverein Jumi

18:00 Uhr – Apéro

Durchführung

Die okaj zürich plant, diese halbtägige Veranstaltung physisch und mit viel echter Begegnung durchzuführen! Sollte dies aber nicht möglich sein, wird die Veranstaltung online stattfinden.

Aktuelle Situation: Es gilt das Schutzkonzept der okaj zürich, des Veranstaltungsorts und Zertifikatspflicht.

Anmeldung

Anmeldungen sind ab sofort möglich (Platzzahl beschränkt)

Anmeldeschluss: 4. November 2021

Kosten

Unkostenbeitrag von CHF 30

Kontakt

Bei Fragen wenden Sie sich an Projekt- und Veranstaltungsleiter Christoph Vecko, christoph.vecko@okaj.ch.

Weitere Informationen