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Bildung

Immer deutlicher zeigt sich, dass wichtige soziale Schlüsselqualifikationen wie Kommunikation, Problemlösungen und die Übernahme von Verantwortung ausserhalb der klassischen Bildungsinstitutionen erworben werden.

Entscheidend ist, welche Erfahrungen Kinder und Jugendliche innerhalb der Familie, im Freundeskreis und in anderen Gemeinschaften machen. 25-jährige Personen haben rund 70% ihrer Bildung ausserhalb des Klassenzimmers erworben, d.h. im Rahmen von Vereinstätigkeit, Jugendarbeit und Freizeitaktivitäten aller Art. Höchste Zeit also, diese «informelle Bildung» anzuerkennen und gezielt anderen Bildungsinstitutionen zu koordinieren.

Das 2011 von der Jacobs Foundation lancierte Pilotvorhaben «Bildungslandschaften Schweiz» geht der Frage nach, wie schulische und ausserschulische Akteure angesichts des starken gesellschaftlichen Wandels optimal zusammenarbeiten können.

Neue Formen der Vernetzung

Das Vorhaben zielt darauf ab, Bildungsgerechtigkeit zu schaffen und eine umfassende Bildungsqualität sicherzustellen. Dazu bedarf es

  • einer Ergänzung des schulischen Unterrichts durch non-formale Bildungselemente,
  • der Schaffung von Gelegenheitsstrukturen zum informellen Lernen im schulischen Kontext,
  • der gezielten Förderung bildungsrelevanter sozialer Kompetenzen ausserhalb der Schule sowie
  • einer verstärkten Bildungspartnerschaft zwischen Schule und Eltern.

Bildungsverständnis der Jugendarbeit

Die Jugendarbeit ist ein eigener und eigenständiger Ort der Bildung für junge Menschen ausserhalb von Familie und Schule und steht allen Jugendlichen offen. Die verschiedenen Bildungsangebote sollen die Entwicklung der Jugendlichen fördern und direkt an ihren Interessen anknüpfen. Wo immer möglich, werden sie deshalb von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet. Diese «gelebte Partizipation» d.h. ihre Einbeziehung wirkt ausgesprochen motivierend und sorgt auch dafür, dass die erworbene Bildung nachhaltig ist.

Ziele der okaj zürich

Die okaj zürich setzt sich dafür für eine bessere Koordination der Bildungsakteure und die genaue Abklärung der Schnittstellen zwischen den verschiedenen Bildungsangeboten ein. Lokale Netzwerke in denen die relevanten Bildungsakteure wie örtliche Schulen und Institutionen der Kinder- und Jugendförderung vertreten sind, sind hier der richtige Rahmen. Sie machen vorhandene Ressourcen und Angebote nutzbar. Beim Betrachten der Angebote aus der Vogelperspektive können so ebenfalls auftretende Lücken erkannt und geschlossen werden. Gleiches gilt natürlich auch für die Koordination von lokalen und kantonalen Angeboten.