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Nimm Platz

Die Fachgruppe mobile Jugendarbeit im Kanton Zürich JUMOVE lädt Jugendarbeitende ein, an der Aktion "Nimm Platz" teilzunehmen. Zweck der Aktion ist die proaktive Belebung des öffentlichen Raums. Öffentliche Räume sind Freiräume. Und Freiräume sind Bildungsräume.

Eine regelmässige Durchführung der Aktion "Nimm Platz" ist geplant. Wir freuen uns, wenn ihr über eure Kanäle über die Aktion berichtet und insbesondere in den sozialen Netzwerken den Hashtag #nimmplatz verwendet.

Die FG JUMOVE möchte mit der Aktion ein Zeichen setzen und auf eine spielerische und frische Art die Bedeutung des öffentlichen Raums für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen in den Fokus rücken.

Nächste Aktion: "Nimm Platz 2021"

Vom 18. bis 25. Juni 2021 sind erneut alle Gemeinden herzlich eingeladen, im Rahmen der Aktion "Nimm Platz" den öffentlichen Raum zu beleben. Mit Sofas, Ständerlampen, Perserteppichen und weiterem Mobiliar wird der öffentliche Raum zu einem Wohnzimmer, in dem alle willkommen sind, verwandelt. Gespräche mit der Bevölkerung werden damit angeregt, und sie kann auf die Wichtigkeit des öffentlichen Raums für Kinder und Jugendliche hingewiesen werden. Auch hier gelten die aktuellen Bestimmungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

Meldet uns euren geplanten Auftritt und beschreibt uns euer geplantes Wohnzimmer/eure Idee, gebt uns an, wo genau die Aktion stattfindet und bestellt Material (Blache und Infoflyer). Vor der Aktion werden wir eine Medienmitteilung zur Aktion veröffentlichen und freuen uns, wenn alle mit den Hashtags #nimmplatz und #nimmplatz2021 auf die Aktion aufmerksam machen (Anmeldeschluss: 11. Juni 2021)!

Hintergrund

Für Kinder und Jugendliche sind öffentliche Räume wichtige Bildungsräume und somit ein bedeutender Teil ihrer Lebenswelt. Kinder und Jugendliche haben das Bedürfnis, die räumliche Umwelt in Besitz zu nehmen, ein persönliches Verhältnis zu ihrer Umwelt zu entwickeln, sich damit auseinanderzusetzen und sie sich so auch anzueignen. Sie entdecken dabei die soziale Vielfalt, beobachten diese und haben Kontakt zu Gleichaltrigen und Erwachsenen, wodurch eine Integration in die Gesellschaft möglich wird.

Während dieser Auseinandersetzung nutzen Kinder und Jugendliche öffentliche Räume kreativ und selbstbestimmt, machen wichtige Erfahrungen bezüglich ihrer Möglichkeiten und Grenzen sowie bezüglich Sicherheit und Risiko. Diese lebensweltlichen Orte der Aneignung sind für junge Menschen wichtige Lern- und Begegnungsorte und leisten einen wichtigen Beitrag zur Identitätsentwicklung und beim Übergang in das Erwachsenenalter.

Dieses für die Entwicklung wichtige Verhalten führt bisweilen zu Konflikten mit anderen Menschen, welche sich in denselben Räumen aufhalten. In der Folge kommt es oft zu verstärkter Reglementierung, Kontrolle und Verdrängung im öffentlichen Raum. Dabei gerät in den Hintergrund, dass zu viele Verbote und Reglementierungen die Entwicklung von Eigenverantwortung hemmen und daher einen wichtigen Lernprozess behindern.