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Nimm Platz

Aktion «Nimm Platz» vom 27. September bis 4. Oktober 2019

Die Fachgruppe mobile Jugendarbeit im Kanton Zürich JUMOVE lädt alle Jugendarbeitenden ein, an der Aktion «Nimm Platz» vom 27. September bis 4. Oktober 2019 teilzunehmen. Zweck der Aktion ist die proaktive Belebung des öffentlichen Raums. Öffentliche Räume sind Freiräume. Und Freiräume sind Bildungsräume. Die FG JUMOVE möchte mit der Aktion ein Zeichen setzen und auf eine spielerische und frische Art die Bedeutung des öffentlichen Raums für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen in den Fokus rücken.

Alle Städte und Gemeinden werden eingeladen, am Starttag der Aktion, dem Freitag, 27. September 2019, auf einem zentralen, öffentlichen Platz ein Wohnzimmer einzurichten. Mit Sofas, Ständerlampen, Perserteppichen und weiterem wohnlichem Mobiliar wird ein öffentlicher Raum temporär zu einem Wohnraum für Jugendliche umfunktioniert, in dem alle willkommen sind. Den beteiligten Jugendarbeitsstellen steht es offen, das Wohnzimmer mit weiteren öffentlichkeitswirksamen mobilen Angeboten zu ergänzen. Ziel ist es, während der Aktion das Gespräch mit der Bevölkerung zu suchen und sie auf die Thematik der Freiräume als Bildungsräume zu sensibilisieren. Mit einem einheitlichen Auftritt unter dem Motto «Nimm Platz» und entsprechender Weiterverbreitung im Netz und in den sozialen Medien soll die gemeindeübergreifende Aktion möglichst viel Aufmerksamkeit generieren.

Interessierte melden sich bitte bis spätestens 6. September 2019 über das Anmeldeformular an. Weitere Informationen zur Aktion folgen nach der Anmeldung.

Mach mit und nimm Platz!

Hintergrund

Für Kinder und Jugendliche sind öffentliche Räume wichtige Bildungsräume und somit ein bedeutender Teil ihrer Lebenswelt. Kinder und Jugendliche haben das Bedürfnis, die räumliche Umwelt in Besitz zu nehmen, ein persönliches Verhältnis zu ihrer Umwelt zu entwickeln, sich damit auseinanderzusetzen und sie sich so auch anzueignen. Sie entdecken dabei die soziale Vielfalt, beobachten diese und haben Kontakt zu Gleichaltrigen und Erwachsenen, wodurch eine Integration in die Gesellschaft möglich wird.

Während dieser Auseinandersetzung nutzen Kinder und Jugendliche öffentliche Räume kreativ und selbstbestimmt, machen wichtige Erfahrungen bezüglich ihrer Möglichkeiten und Grenzen sowie bezüglich Sicherheit und Risiko. Diese lebensweltlichen Orte der Aneignung sind für junge Menschen wichtige Lern- und Begegnungsorte und leisten einen wichtigen Beitrag zur Identitätsentwicklung und beim Übergang in das Erwachsenenalter.

Dieses für die Entwicklung wichtige Verhalten führt bisweilen zu Konflikten mit anderen Menschen, welche sich in denselben Räumen aufhalten. In der Folge kommt es oft zu verstärkter Reglementierung, Kontrolle und Verdrängung im öffentlichen Raum. Dabei gerät in den Hintergrund, dass zu viele Verbote und Reglementierungen die Entwicklung von Eigenverantwortung hemmen und daher einen wichtigen Lernprozess behindern.