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Nimm Platz

Die Fachgruppe mobile Jugendarbeit im Kanton Zürich JUMOVE lädt Jugendarbeitende ein, an der Aktion "Nimm Platz" teilzunehmen. Zweck der Aktion ist die proaktive Belebung des öffentlichen Raums. Öffentliche Räume sind Freiräume. Und Freiräume sind Bildungsräume.

Die FG JUMOVE möchte mit der Aktion ein Zeichen setzen und auf eine spielerische und frische Art die Bedeutung des öffentlichen Raums für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen in den Fokus rücken.

Eine regelmässige Durchführung der Aktion "Nimmt Platz" ist geplant.

Hashtag #nimmplatz

Wir freuen uns, wenn ihr über eure Kanäle über die Aktion berichtet und insbesondere in den sozialen Netzwerken den Hashtag #nimmplatz verwendet.

Nächste Aktion

Aktion "Nimm Platz"

Die Fachgruppe mobile Jugendarbeit im Kanton Zürich JUMOVE lädt Jugendarbeitende ein, an der Aktion "Nimm Platz" teilzunehmen. Zweck der Aktion ist die proaktive Belebung des öffentlichen Raums. Öffentliche Räume sind Freiräume. Und Freiräume sind Bildungsräume.

Vom 19. bis 26. Juni 2020 sind erneut alle Gemeinden herzlich eingeladen, im Rahmen der Aktion "Nimm Platz" den öffentlichen Raum zu beleben. Mit Sofas, Ständerlampen, Perserteppichen und weiterem Mobiliar wird der öffentliche Raum zu einem Wohnzimmer, in dem alle willkommen sind, verwandelt. Gespräche mit der Bevölkerung werden damit angeregt, und sie kann auf die Wichtigkeit des öffentlichen Raums für Kinder und Jugendliche hingewiesen werden.

Anmeldeschluss: 19. Mai 2020

Vergangene Aktionen

Aktion "Nimm Platz" vom 27. September bis 4. Oktober 2019

Die Fachgruppe mobile Jugendarbeit im Kanton Zürich JUMOVE hatte Jugendarbeitende eingeladen, an der Aktion "Nimm Platz" teilzunehmen. Zweck der Aktion war die proaktive Belebung des öffentlichen Raums. Öffentliche Räume sind Freiräume. Und Freiräume sind Bildungsräume.

Vom 27. September bis 4. Oktober 2019 wurde im Rahmen der Aktion „Nimm Platz“ in zahlreichen Orten im Kanton Zürich der öffentliche Raum belebt. Mit Sofas, Ständerlampen, Perserteppichen und weiterem Mobiliar wurde der öffentliche Raum zu einem Wohnzimmer, in dem alle willkommen waren, verwandelt. Gespräche mit der Bevölkerung wurden angeregt und sie konnten auf die Wichtigkeit des öffentlichen Raums für Kinder und Jugendliche hingewiesen werden.

In folgenden Gemeinden und Städten fanden Aktionen im Rahmen von „Nimm Platz“ statt:

Am Freitag, 27. September 2019 von 17. 30 bis 19.30 Uhr wird auf dem, im Dorfkern liegende Vorplatz der "Villa Rosa", eine Lounge eingerichtet. Die Jugendarbeit lädt Jugendliche und Passant*innen zum verweilen und zu Gesprächen über die Nutzung des öffentlichen Raumes ein.

Am Freitag, 27. September 2019 von 15.00 bis 21.30 Uhr wird das Wohnzimmer vor der Mediothek aufgebaut.

Am Freitag, 27. September 2019, war die Jugendarbeit von 15 – 21 Uhr mit einem offenen Wohnzimmer neben der Bibliothek in Bubikon vor Ort.

Das Wohnzimmer war offen für klein und gross. Teppiche, ein Salontisch, mehrere Pflanzen und natürlich ein bequemes Sofa sorgten für ein gemütliches Wohnzimmerambiente.

An diversen Spielangeboten wie Rubixcubes, UNO, sowie Sirup und Tee fehlte es nicht. Zudem bestand für Gäste des Wohnzimmers die Möglichkeit, an einer Umfrage, welche bildhaft in Form eines Bilderrahmens im Wohnzimmer hing, teilzunehmen.

Im Verlauf des späteren Abends konnte die Feuerschale benutzt und Marshmallows über dem Feuer gebraten werden.

Von klein bis gross wurde das Wohnzimmer mit Interesse besucht und bestaunt. Kinder zeigten Freude an den Spielangeboten, Jugendliche kamen vorbei um zusammen abzuhängen und erwachsene Menschen suchten aktiv das Gespräch mit der Jugendarbeit.

Die Jugendarbeit Dietlikon "nimmt Platz" am Freitag, 27. September 2019 an der Dorfstrasse in Dietlikon. Während dieser Zeit führt die Jugendarbeit mit den Bewohner*innen einen offenen Austausch darüber was in dem öffentlichen Raum passiert.

Der Platz ist ausgestattet mit Sofa, Tischtennistisch, Getränken und Snacks sowie einer Torwand und die Jugendarbeit freut sich auf alle die vorbeikommen.

Die Kinder- und Jugendarbeit wird auf dem Stadthausplatz auf einer Bühne ein Freiluftjugi einrichten.

Am Freitag, 27. September 2019, ab 17.00 wird ein Open Air Fifa Turnier veranstaltet.

Am Freitag, 4. Oktober 2019 wird das kleine Open Air "Hood Sound" stattfinden.

Die Jugendarbeit ist während der ganzen Aktionswoche mit einem Sofa auf einem alten SBB Kofferwagen mobil im Dorf.

Am Freitag, 27. September 2019 gibt es vor dem Jugendhaus eine Welcome Party für die 1. Sek. Es wird ein Wohnzimmer mit Sofas und Fernsehen eingerichtet und ein Film geschaut.

Zusätzlich werden am 26. Oktober 2019 in Rahmen vom „Benglen Herbstfest“ verschiedene Aktionen zum Thema „Jugendliche im Öffentlichen Raum“ durchgeführt. In Benglen gibt es eine Arbeitsgruppe, die sich seit langem mit diesem Thema beschäftigt, auf der Jugendapp gibt es mehr Infos unter "Mein Benglen".

Am Freitag, 27. September 2019, fand eine Aktion an der Rütistrasse statt.

Rückblick auf die Aktion

Rückblickend war die Aktion ein voller Erfolg. Der Standort war gut gewählt, und das Wohnzimmer wurde über zwei Tage der Eyecatcher an der Rütistrasse. Viele Kinder, Jugendliche und auch Familien nutzten das Angebot der Stube unter freiem Himmel gern und rege. Vor allem auch die beiden aufgestellten Bänke im Zentrum und an der Haltestelle Post sorgten bei den Erwachsenen für Gesprächsstoff und ermöglichten der Jugendarbeit einen einfachen Einstieg in Gespräche zum Thema öffentlicher Raum.

Am Freitag, 27. September 2019 fand eine Aktion mit einem Wohnzimmer auf der Schinzenhof Piazza statt.

Am Mittwoch, 2. Oktober 2019 hat die Drehscheibe Offene Jugendarbeit, bzw. die Abteilung Kind/Jugend/ Familie in der Alten Schule zu einem Referat und einer Podiumsdiskussion zum Thema "Jugendliche im öffentlichen Raum" eingelanden.

Podiumsteilnehmende:

  • Dani Fels, Institut für Soziale Arbeit und Räume, FHS St. Gallen
  • Roger Bollhalder, Leiter Drehscheibe – Offene Jugendarbeit Horgen
  • Rolf Bär, Abteilungsleiter Gemeindepolizei Horgen
  • Ivica Petrušić, Geschäftsführer okaj zürich, Kantonale Kinder- und Jugendförderung
  • Dr. Hans-Peter Brunner, Gemeinderat, Ressortvorsteher Gesellschaft
  • Dr. Sara Landolt, Dozentin/Forschung Uni Zürich


Fazit zur Aktion in Horgen

Die Aktion Nimm-Platz und die darauffolgende Podiumsdiskussion, ermöglichte uns im Sinne von Öffentlichkeitsarbeit diverse Fragen und Antworten zu dem komplexen Thema "öffentlicher Raum" mit Passant*innen und Bewohner*innen der Stadt Horgen zu diskutieren. Das Ergebnis resultiert in der Erkenntnis, dass es eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit dem Thema braucht, um auch ein zeitgemässes Bewusstsein über alle Altersstufen hinweg zu erreichen.

Am Freitag, 4. Oktober 2019 wird bei der Migros Hittnau ein Wohnzimmer mit Tee und Guetzli für Jung und Alt für einen offenen Austausch eingerichtet. Jugendlichen präsentieren ihre eigenen und die Antworten der Bevölkerung auf die folgenden drei Fragen in Bezug auf öffentliche Plätze:

  • Wo befindest du dich am liebsten im öffentlichen Raum in Hittnau?
  • Was macht diese/n Ort/e so speziell für dich?
  • Wenn du einen Platz erschaffen könntest für dich und deine Freunde, was bringt dieser Platz mit sich?

Am Freitag, 27. September 2019 von 15.00 bis 19.00 bzw. 20.00 Uhr wird auf dem Marktplatz eine Stube aufgestellt. Zwei Teams werden darin leben und auf verschiedenste Art Meinungen zum öffentlichen Raum und Jugendlichen sammeln.

Am Freitag, 27. September 2019 von 17.00 Uhr bis 21.00 Uhr wird auf dem Stadtplatz in Kloten ein kleines, gemütliches Wohnzimmer aufgebaut.

Am Freitag, 27. September 2019 von 15.00 bis 22.00 Uhr gibt es im Dorfzentrum Mönchhof ein Wohnzimmer.

Am Freitag, 27. September 2019 von 13.00 bis 22.00 Uhr wird auf der kleinen Festwiese beim Pfäffikersee ein Wohnzimmer mit Graffitiwänden aufgebaut.

Am Freitag, 27. September 2019 von 15.00 bis 17.00 Uhr wird auf der Giessiwiese an der hinteren Seepromenade in Rapperswil eine Couch etc. platziert und das Gespräch mit Passant*innen gesucht.

Am Freitag, 27. September 2019 von 18.00 bis 21.00 Uhr wird, auf dem im Dorfkern liegende Vorplatz des "Backsteinhauses", an der Bergstrasse eine Lounge eingerichtet. Die Jugendarbeit lädt Jugendliche und Passant*innen zum verweilen und zu Gesprächen über die Nutzung des öffentlichen Raumes ein.

Es wird ein Wohnzimmer im Rosenmattpark eingerichtet.

Am Freitag, 27. September 2019 von 17.00 bis 21.00 Uhr wird ein Wohnzimmer am Leuenplatz nach dem Motto „Platz nehmen und mitreden“ aufgestellt.

Am Freitagnachmittag, 4. Oktober 2019 wird in der Altstadt ein Platz, mit einem Sofa und weiteren Sitzmöglichkeiten, besetzt und darum werden Kamera-Attrappen aufgestellt. So will man mit der Bevölkerung in Austausch kommen und sie auf das Thema „öffentlicher Raum auch für die Jugend“ aufmerksam machen.

Hintergrund

Für Kinder und Jugendliche sind öffentliche Räume wichtige Bildungsräume und somit ein bedeutender Teil ihrer Lebenswelt. Kinder und Jugendliche haben das Bedürfnis, die räumliche Umwelt in Besitz zu nehmen, ein persönliches Verhältnis zu ihrer Umwelt zu entwickeln, sich damit auseinanderzusetzen und sie sich so auch anzueignen. Sie entdecken dabei die soziale Vielfalt, beobachten diese und haben Kontakt zu Gleichaltrigen und Erwachsenen, wodurch eine Integration in die Gesellschaft möglich wird.

Während dieser Auseinandersetzung nutzen Kinder und Jugendliche öffentliche Räume kreativ und selbstbestimmt, machen wichtige Erfahrungen bezüglich ihrer Möglichkeiten und Grenzen sowie bezüglich Sicherheit und Risiko. Diese lebensweltlichen Orte der Aneignung sind für junge Menschen wichtige Lern- und Begegnungsorte und leisten einen wichtigen Beitrag zur Identitätsentwicklung und beim Übergang in das Erwachsenenalter.

Dieses für die Entwicklung wichtige Verhalten führt bisweilen zu Konflikten mit anderen Menschen, welche sich in denselben Räumen aufhalten. In der Folge kommt es oft zu verstärkter Reglementierung, Kontrolle und Verdrängung im öffentlichen Raum. Dabei gerät in den Hintergrund, dass zu viele Verbote und Reglementierungen die Entwicklung von Eigenverantwortung hemmen und daher einen wichtigen Lernprozess behindern.